Arduino, Busch Feldbahn
und Modulanlage
Letzte Bearbeitung: 17. Januar 2026 © MEC Bergheim (Erft) e. V.
Arduino, Busch Feldbahn und Modulanlage
Im Zuge der konzeptionellen Überlegungen zum weiteren Ausbau der Modulanlage haben wir festgestellt, dass normale Strecken- und Kurvenmodule
mittlerweile in doch ausreichender Zahl vorhanden sind und darüber hinaus Funktionsmodule – auch für die Kommunikation mit dem Publikum – eine
spannende Ergänzung darstellen.
Im Zuge dieser Überlegungen entstand die Idee eines Moduls mit einem Sägewerk und einer Feldbahn. Zwei Segmente mit den Abmessungen 0,5m *
1m bedeuten eine Gesamtfläche von 2m * 0,5m.
Abb. 1: Skizze Modul Sägewerk
Der Anschluss an die Modulstrecke erfolgt über eine Anschlussweiche, daran schließt eine DKW zur weiteren Verteilung an. Ein Lokschuppen sowie ein
Sägewerksgebäude, eine Feldbahn und ein funktionsfähiger Umschlagkran waren weitere Eckpunkte der Planung. Bei der Feldbahn wurde in
Ermangelung entsprechender Alternativen im Wesentlichen auf Produkte der Fa. Busch gesetzt.
Ein eigenes Kapitel ist hier Gleisverlegung mit Flexgleisen anderer Hersteller. Nach langer Suche im Internet und mehreren Tests wurde das
erforderliche Magnetband bei Fremdgleisen durch eine Eisenmatte ersetzt bzw. realisiert. Hier gibt es keine Probleme mit der Verpolung der Magnete
im Übergang zwischen den Gleisen.
Da vieles im Selbstbau mit 3 D – Druck entstanden ist sollten auf der Feldbahn darüber hinaus auch neben den „normalen“ Lokomotiven der Fa. Busch
auch die Möglichkeit für Eigenbauten auf Basis anderer Hersteller von Z – Fahrwerken geschaffen werden sollte. Eine besondere Herausforderung stellt
die – geplante – Drehscheibe für die Feldbahn dar, diese soll funktionsfähig sein.
Abb. 2:
Ausfahrt aus dem Sägewerksgebäude
Hierzu musste eine Möglichkeit zur Steuerung – vorzugsweise eine PulsWeitenModularsteuerung (PWM) geschaffen werden, da diese Fahrwerke
teilweise auf andere Spannungen ausgelegt sind, grundsätzlich aber auch mit 3 Volt funktionieren. Eine spätere Digitalisierung wurde angedacht, aber
erst einmal nicht realisiert.
Im Ausstellungsbetrieb sollte darüber hinaus auch die Möglichkeit für einen – ggf. dynamischen – Automatikbetrieb geschaffen werden. Ein weiterer
Punkt war die Frage der Stromversorgung, neben der klassischen DCC Spannung war für Arduino Anwendungen eine 5 V Stromversorgung geplant.
Dieses Ziel konnte über eine Diodenschaltung mit jeweils 3 Dioden in Reihe (Spannungsabfall Je Diode ca. 0,7 Volt) erreicht werden.
Da die Lokomotiven bereits mit einem starken Magneten zur Erhöhung des Anpressdruckes ausgerüstet sind lag es nahe Schaltungen durch
Reedkontakte oder Hall – Sensoren zu realisieren. Wir haben uns aufgrund der Rahmenbedingungen für Hall – Sensoren entschieden.
Im Zuge der Planung entstand daher nachfolgendes Konzept:
• Steuerung des gesamten Feldbahnbetriebes mit einem Arduino
• Möglichkeit über Hall – Sensoren automatische Abläufe zu schaffen
• Richtungswechsel und Haltbefehle über Tasten am Anlagerand
• Geschwindigkeitsregelung über PWM an zentraler Stelle
• Reduktion der Spannung von 5 V auf 3 V ohne zusätzliche Stromversorgung
Das erste Segment ist für den Feldbahnbereich technisch mittlerweile weitestgehend fertig, die Gestaltung ist noch im Aufbau.
Neben der manuellen Steuerung ist auch ein automatischer Pendelbetrieb mit unterschiedlichen Abläufen möglich. Im Zuge der Ausgestaltung des
zweiten Segmentes werden für den Automatikbetrieb weitere Optionen geschaffen.
In der folgenden Abbildung ist der prinzipielle Aufbau des Systems dargestellt.
Abb. 3:
Systemskizze Steuerung Feldbahn